Leben in der Friedensstadt

Ich komm' zum Glück aus Osnabrück

Osnabrück, das sind die schmucke Altstadt und die Hochschulen, der VfL und die Friedenskultur, Springbrötchen und natürlich auch das Nettebad. Im Frühling genießen die Osnabrücker ihren Kaffee in einem der zahlreichen Straßencafés und freuen sich auf ihr Stadtfest, die Maiwoche. Im Sommer halten sie ihre Füße in die Hase, die Nette oder die Düte. Die Flüsse sind so klein wie sie klingen, ihre Auen sind aber umso schöner. Der Umzug der kleinen Steckenpferdreiter gehört zum Herbst, dann erinnern sich die Osnabrücker an den Westfälischen Frieden von 1648, der im historischen Rathaus geschlossen wurde. Im Winter schließlich trinken die Osnabrücker einen Punsch oder zwei auf dem historischen Weihnachtsmarkt zwischen Dom und Rathaus.

Neben dem klassischen Shoppingangebot gibt es viele ausgefallene Läden mit Mode, Technik, Kulinarik und schönen Dingen. Nachtaktive Menschen finden in der Stadt reichlich Möglichkeiten auszugehen, gut zu essen und auch zu tanzen. Es gibt viele Restaurants und Kneipen, in denen Hunger und Durst gestillt werden können – und das für jeden Geldbeutel. Anschließend kann es in den großen und kleinen Clubs der Stadt weitergehen.

Radfahren oder wandern: Da Osnabrück mitten im Naturpark liegt, gibt es dafür unzählige Möglichkeiten. Wer lieber Baden geht, besucht eines der drei Osnabrücker Schwimmbäder. Einmalig in Europa ist eine der fünf Rutschen im Nettebad – die Sloop. Mutige stehen in der gläsernen Startkapsel, dann wird ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen, es geht fünf Meter im freien Fall in die Tiefe und erst dann kommt der erste Kontakt mit der 94 Meter langen Rutsche.

Kultur

Osnabrück hat viel Kultur: Felix-Nussbaum-Haus mit Kulturgeschichtlichem Museum, Theater, Waldzoo, oder Botanischer Garten – Kultur lässt sich im Lackschuh genauso erleben wie im Wanderstiefel. In der reich gegliederten Museumslandschaft ist das Felix-Nussbaum-Haus die jüngste und spektakulärste Einrichtung. Das von dem amerikanischen Stararchitekten Daniel Libeskind im dekonstruktivistischen Stil konzipierte Haus für die weltweit größte Sammlung von Bildern des jüdischen Malers Felix Nussbaum erregte weltweit Aufsehen und Anerkennung. Nussbaum wurde in Osnabrück geboren und 1944 in Auschwitz ermordet.

Das Museum am Schölerberg ermöglicht seinen Gästen kurze Wege zwischen Himmel und Erde. Im Planetarium schauen die Besucher Osnabrück Krahnstraße Hauptbahnhof Osnabrück STADTPORTRÄT 5 in den Sternenhimmel oder beobachten im Stollenlabyrinth des unterirdischen Zoos Nacktmulle beim Futterholen.

Neben dem Museum am Schölerberg liegt der Zoo. Elefanten, Löwen, Tiger, Giraffen und viele andere Tiere leben auf einem weitläufigen Gelände mitten im Wald. Einen schönen Abend kann man sich in der OsnabrückHalle machen, die nach der Renovierung neu und modern geworden ist. Dort tritt Prominenz auf, es wird aber auch gern als Kongress-Zentrum genutzt.

Im Museum für Industriekultur am Piesberg lassen historische Dampfmaschinen erahnen, wie schwer die Arbeit in der Steinkohlenzeche gewesen sein muss. Mit dem gläsernen Aufzug geht es 30 Meter tief in den historischen Bergwerksstollen. Wer dann wieder frische Luft braucht, steigt auf den Aussichtsturm Felsrippe am Piesberg und schaut sich Osnabrück aus 200 Metern Höhe an. Oder wandert im Landschaftspark auf dem Rundweg und testet seine Fitness auf den Treppen und Stiegen.

Neben dem Drei-Sparten-Theater und den Museen gibt es eine vielfältige freie Szene und große Veranstaltungen wie das Morgenland Festival Osnabrück, das Afrikafestival, das European Media Art Festival und das Unabhängige Filmfest. Die Maiwoche ist eine der größten Volksfeste Norddeutschlands. Zehn Bühnen stehen in der Innenstadt, auf denen an zehn Tagen bis zu 100 Bands und Künstler auftreten. Nicht zuletzt finden die Ausstellungen in der Kunsthalle Osnabrück bundesweit und international Beachtung.