Osnabrück profitiert von neuer Förderung

Osnabrück gehört zum 01.01.2022 zu den Fördergebieten der Gemeinschaftsaufgabe Regionale Wirtschaftsstruktur (GRW) in Niedersachsen. Über das hierunter fallende Förderprogramm „Einzelbetriebliche Investitionsförderung“ können kleine und mittlere Unternehmen bei Investitionstätigkeiten in Kombination mit der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen Zuschüsse zu ihren Investitionskosten beantragen. Dieser Zuschuss kann maximal 20 % der förderfähigen Investitionen betragen. Ziel ist der Ausgleich von Standortnachteilen in strukturschwachen Regionen durch Stärkung der Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft, insbesondere die Schaffung und Sicherung von dauerhaften Arbeitsplätzen. Die Regionalförderung zählt zu den wichtigsten Förderungen der Bundesrepublik.

Die GRW Förderung existiert in Deutschland seit 1969. Die Regeln der GRW-Förderung werden im 129-Seiten umfassenden GRW-Koordinierungsrahmen durch Bund und Länder gemeinsam festgesetzt. Dieser umfasst die Fördergebiete, die Fördertatbestände, Voraussetzungen, Art und Intensität der Förderung sowie das Verfahren zur Mittelverteilung und -Bereitstellung sowie das Monitoring.

GRW-Förderung auf einen Blick:

  • Betriebsstätte in Niedersachsen in ausgewiesenen Fördergebieten
  • Bestehende Unternehmen und Existenzgründer:innen der gewerblichen Wirtschaft, Betriebe des Fremdenverkehrsgewerbes und des Beherbergungsgewerbes
  • Mindestinvestitionsvolumen von 50.000 Euro.
  • Das Vorhaben muss innerhalb von maximal 36 Monaten durchgeführt werden.
  • Höchstens 4.000.000 Euro Investitionszuschuss je Vorhaben
  • Schaffung von neuen Dauerarbeitsplätzen/Ausbildungsplätzen, Sicherung von vorhandenen Dauerarbeitsplätzen
  • Maximal 100.000 Euro Investitionszuschuss je neu geschaffenem Dauerarbeitsplatz
  • Förderanträge sind bei der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) vor Beginn des Investitionsvorhabens zu stellen.

GRW-Förderung im Detail

Wer wird gefördert?

  • Existenzgründungen und
  • bestehende Unternehmen

der gewerblichen Wirtschaft und Betriebe des Beherbergungsgewerbes mit überwiegend überregionalem Absatz.

  • Betriebsstätten in Niedersachsen in ausgewiesenen Fördergebieten zu denen Osnabrück seit dem 01.01.2022 zählt.
  • Die Förderung von sonstigen Unternehmen unterliegt besonderen Einschränkungen.

Wer wird nicht gefördert?

  • Neben freiberuflich Tätigen sind weitere Branchen von der Förderung ausgeschlossen. Bei der Prüfung hilft Ihnen gerne die WFO. Hier müssen die Fördervoraussetzungen 2.1ff geprüft werden.

Was wird gefördert?
Das Investitionsprojekt sollte langfristig das Gesamteinkommen der Region erhöhen und Langzeitarbeitsplätze schaffen und erhalten.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

  • Errichtungsinvestitionen
  • Erweiterungsinvestitionen
  • Diversifizierung der Produktion in vorher dort nicht hergestellte Produkte
  • Grundlegende Änderung des gesamten Produktionsprozesses
  • Erwerb von unmittelbar mit der Betriebsstätte verbundenen Vermögenswerten, sofern
    ... die Betriebsstätte geschlossen wurde
    ... oder ohne diesen Erwerb geschlossen worden wäre
    ... und sofern die Vermögenswerte von einem Investor erworben werden, der in keiner Beziehung zum Verkäufer steht.
  • Im Falle kleiner Unternehmen, die von Familienmitgliedern ursprünglicher Eigentümer oder von ehemaligen Beschäftigten übernommen werden, entfällt die Voraussetzung, dass die Vermögenswerte von Dritten, die in keiner Beziehung zum Käufer stehen, erworben werden müssen. Die Übernahme von Unternehmensanteilen gilt nicht als Erstinvestition.

Wie wird gefördert?

  • Der mögliche Investitionszuschuss kann je Vorhaben nur maximal 4.000.000 Euro betragen.
  • Der Beitrag des/der Antragstellers/in aus Eigen- oder Fremdmitteln zur Finanzierung des Investitionsvorhabens muss mindestens 25 % der beihilfefähigen Kosten betragen. Dieser Mindestbetrag darf keine öffentliche Förderung enthalten.
  • Der maximale Investitionszuschuss je neu geschaffenem sozialversicherungspflichtigen Dauerarbeitsplatz ist auf 100.000 Euro begrenzt.
  • Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form eines sachkapitalbezogenen Zuschusses gewährt. Das förderfähige Investitionsvolumen muss mindestens 50.000 Euro betragen.

Zu welchen Konditionen?
Förderhöchstsätze für Betriebsstätten im D-Fördergebiet

  • kleines Unternehmen: 20 Prozent
  • mittleres Unternehmen: 10 Prozent

Wie verläuft die Antragstellung?

  • Prüfen Sie mit der WFO gemeinsam die Förderbedingungen (Art des Vorhabens etc.). Danach kann bei Vorliegen der wichtigsten Dokumente ein Antrag gestellt werden.
  • Um einen Antrag zu stellen, reichen Sie das ausgefüllte Antragsformular sowie ergänzende Dokumente in elektronischer Form über das NBank-Kundenportal ein.
  • Nach Antragsstellung erhalten Sie von der NBank eine Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn (auf eigenes Risiko).
  • Danach entscheidet die NBank über die endgültige Förderung zu verschiedenen Stichtagen im Jahr.
  • Nach der Entscheidung erhalten Sie einen entsprechenden Zuwendungsbescheid.

Die WFO ist zentraler Ansprechpartner in Osnabrück zum Thema Einzelbetriebliche Investitionsförderung und begleitet Sie von der Antragsphase bis zur Umsetzung Ihres Projektes. Kontaktieren Sie unsere Berater:innen und vereinbaren Sie Ihre persönliche Erstberatung.

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