Logistik, Automotive & Mobilität

Unternehmen und Bürger brauchen leistungsfähige Verkehrsinfrastrukturen. Sie sind die Grundlage für nahezu alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche und unabdingbar für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft. Die verschiedenen Unternehmen der Automotive-, Mobilitäts- und Logistikbranche spielen in diesem Kontext eine zentrale Rolle: Sie sind wichtige Partner und Dienstleister der regionalen und überregionalen Wirtschaftsunternehmen.

Neue Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur, technologische Trends sowie wandelnde Mobilitätsansprüche und -bedürfnisse im Individualverkehr beeinflussen die zukünftige Entwicklung des Kompetenzfeldes.

So wird beispielsweise immer häufiger die Frage nach der Nachhaltigkeit der verschiedenen Mobilitätsformen gestellt. Innovative Mobilitätskonzepte, Elektromobilität und neue Antriebstechnologien sind Antworten auf diese Fragen, die wiederum innovative Lösungen und neue Geschäftsmodelle in den Unternehmen dieser Branchen erfordern bzw. auslösen.

Das Kompetenzfeld Logistik, Automotive und Mobilität setzt sich zusammen aus den Teilmärkten Logistik, Automotive, Personenbeförderung und Dienstleistungen für den Personenverkehr, Großhandel sowie Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz.

Osnabrück ist und bleibt eine Automotive- und Logistik-Region. Nicht nur das Volkswagen-Werk, vormals Karmann, prägt den Stadtteil Fledder entscheidend mit. Viele Zulieferer, Spediteure und Logistiker sind in der Region Osnabrück und den umliegenden Landkreisen beheimatet.

Die folgenden FuE-Kompetenzen der Hochschule und Universität Osnabrück sind für die Zukunft besonders relevant:

  • Das Institut für Produktion und Logistik (LOGIS.NET) in der Science to Business GmbH der Hochschule Osnabrück ist kompetenter Ansprechpartner und Impulsgeber für alle Fragen zur Gestaltung von Logistikprozessen  und –infrastrukturen von der Beschaffung über die Produktion und die Distribution bis zur Entsorgung. LOGIS.NET berät und begleitet mittelständische Unternehmen bei Projekten von der Situationsanalyse über die Konzeptentwicklung bis zur Implementierung. Das Institut hilft auch, praxistaugliche Lösungen zur Digitalisierung von Logistikprozessen im Kontext von Industrie 4.0 zu entwickeln.
  • Das Kompetenzzentrum für Elektronik und Antriebstechnik (KEA) der Hochschule Osnabrück begleitet mittelständische und industrielle Unternehmen von der Ideenfindung bis zum Prototypen und führt für seine Kunden  Beratungs-, Technologie- und Serienentwicklungsprojekte in den Bereichen Energiesysteme und Antriebssysteme durch.
  • Das LAB Kompetenzzentrum für Leichtbau, Antriebstechnik und Betriebsfestigkeit der der Hochschule Osnabrück verfügt bundesweit über einmalige Kompetenzen im Bereich Leichtbau. Es vereint klassische Querschnittstechnologien des Maschinenbaus und entwickelt Lösungen, die u.a. im Kontext der zunehmenden Elektrifizierung der Mobilität Anwendung finden.

Des Weiteren trägt auch die Lehrtätigkeit an der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Hochschule Osnabrück zur Weiterentwicklung des Teilmarktes bei. Die Fachgruppe Logistik ist nicht nur Organisator des jährlich stattfindenden Osnabrücker Logistiktages, der namhaften Vertretern aus Wirtschaft, Forschung und Lehre eine Plattform bietet, sondern auch Wegbereiter für die fachlich fokussierte Ausbildung von Nachwuchskräften im Logistiksektor: Der Studiengang Logistikmanagement verknüpft praxisnah betriebswirtschaftliches Wissen mit dem Anwendungsfeld Internationale Logistik.

Wichtiger Akteur von überregionaler Bedeutung ist zudem das KNI Kompetenznetz Individuallogistik e.V. Der von Unternehmen gegründete und organisierte Verein verfolgt mit rund 70 Mitgliedern das Ziel, die Wahrnehmung der Logistikregion zu stärken und die überbetrieblichen Kooperationen auszubauen.

Eine vergleichbare Rolle spielt der Verein AutOS Automotive-Netzwerk in der Region Osnabrück e.V. für die Automobilzulieferwirtschaft. Das Netzwerk bündelt die Interessen der regionalen Automotive-Branche. Der Verein setzt sich für den Wissenstransfer zwischen den Unternehmen einerseits und zwischen der Wirtschaft und den Hochschulen andererseits ein.