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Wirtschaftsförderung Osnabrück

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Osnabrücker Windel-Gruppe wächst und wächst

Beim Windel ist schon Ostern. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (rechts) und Geschäftsführer Fred Windel schauen Alexandra Suchomel in der Fertigung über die Schulter. Foto: David Ebener

Von Wilfried Hinrichs - Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 16.01.2018

Die Osnabrücker Windel-Gruppe ist der Zeit immer einen Schritt voraus: In der Schokoladenfabrik ist jetzt schon Ostern. Auch geschäftlich prescht der Pralinen-Produzent nach vorn. 2016 wuchs der Umsatz in Teilbereichen um bis zu 30 Prozent. „Wir brauchen Platz“, sagte Fred Windel beim Besuch von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Marina Heuermann, der Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung.

Es gehört zur Dienstroutine des Oberbürgermeisters, sich in der Osnabrücker Wirtschaft umzusehen und zu hören, wie es den Betrieben geht. Von Fred Windel, Geschäftsführender Gesellschafter der Windel GmbH & Co. KG, hörte Griesert: Das Unternehmen braucht am Hafen-Standort mehr Raum zur Entfaltung, und die Internetverbindung muss rasch aufgerüstet werden.

Die Windel-Gruppe besteht aus sechs wirtschaftlich selbstständigen Unternehmen. Keimzelle ist der über hundert Jahre alte Süßwarenhandel Windel. 1976 kam die Confiserie Heidel hinzu, 1996 die Schokoladenfabrik Farüchoc, 2003 der Pralinenhersteller Kim‘s im belgischen Tienen und 2014 Coffee-Bike. Ganz neu am Start ist „My Choc“, „das neue Gesicht im Schokoladenregal“, wie es in der Eigenwerbung heißt. Jedes Unternehmen der Windel-Gruppe hat seine eigene Expertise, seinen eigenen Markt. „Wir sind sehr breit aufgestellt und diversifiziert“, sagt Fred Windel.

Und doch arbeiten die Firmen eng zusammen. Farüchoc etwa produziert an der Carl-Dütting-Straße Schokolade, die Windel am Standort Hafenringstraße zu pfiffigen Präsenten verpackt. Mitten in der Weihnachtszeit setzten die Mitarbeiterinnen im Akkord aus Körbchen, Plüschhasen, Pralinen, Schokolade und bunten Schleifchen Geschenkartikel zusammen, passend zu Valentinstag, Muttertag oder Ostern. An anderer Stelle kombinieren die Mitarbeiterinnen armlange Ruten mit Schokoladentafeln. Die sind für einen Kunden in Dänemark bestimmt. Der Exportanteil liegt in der Windel-Gruppe bei 35 bis 40 Prozent. Die Kundschaft sitzt in Europa, Japan, Australien, – „eigentlich in der ganzen Welt“, so Fred Windel.

Umsatzsprung von 30 Prozent

Viele Zahlen gibt das Familienunternehmen preis. Sicher ist: Das Geschäft brummt. Windel und Heidel steigerten im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 16 Prozent, Farüchoc sogar um 30 Prozent, wie Fred Windel berichtet. Auch die zweitjüngste Firmentochter, das Start-up Coffee Bike, hat Mühe, mit der Nachfrage Schritt zu halten. Mit der Mehrheitsbeteiligung an Coffee-Bike verließ Windel zum ersten Mal die Süßwarenbranche. Das junge Unternehmen, das seinen Sitz einen Steinwurf entfernt vom Windel-Hauptsitz hat, bietet im Franchisesystem Kaffeebars auf Rädern an. Inzwischen gibt es Franchisepartner europaweit, jetzt sogar in Dubai. Windel spricht respektvoll von den „jungen Kollegen“ auf der anderen Straßenseite: „Wir können von ihnen viel lernen.“

Schnell schnelleres Internet

Die räumliche Trennung auf drei Standorte im Umkreis von weniger als einem Kilometer ist nicht optimal, wäre aber kein großes Problem, wenn es ausreichende Datenleitungen gäbe. Windel hat vor einigen Jahren auf eigene Kosten die Standorte mit Glasfaser verbinden lassen. Doch der Wunsch, die Kupferleitung zum nächsten Knotenpunkt durch das viel schnellere Glasfaser zu ersetzen, blieb bislang unerfüllt. Warum? „Wir bekommen einfach keine verlässlichen Auskünfte“, klagt Fred Windel, und in seine Stimme mischt sich ein zorniger Unterton. Keines der Telekommunikationsunternehmen nehme den Kundenservice wirklich ernst, so seine Erfahrung.

Die akuten Platzprobleme werden in den kommenden Monaten ein wenig gemildert, weil die Windel-Gruppe eine weitere Immobilie in der Nähe des Hauptsitzes kaufen kann. Welches Tochterunternehmen das Grundstück nutzen wird, ist noch nicht entschieden.

Flächenbedarf hat auch Farüchoc an der Carl-Dütting-Straße. Die Schokoladenfabrik, Nachbarin der Bedford Wurst- und Schinkenmanufaktur, ist von der Hafenbahn der Stadtwerke umschlossen. Der eiserne Ring verhindert eine Erweiterung des Unternehmens Richtung Stichkanal, wo es noch Brachland gibt. Ob sich da was machen lasse? Das Thema ist beim Oberbürgermeister angekommen.

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Weitere Informationen zum Osnabrücker Unternehmen Windel finden Sie unter www.windel-candy.de

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