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Wirtschaftsförderung Osnabrück

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Cyber-Kriminalität auf dem Vormarsch

Aktuelle Zahlen des Bitkom-Verbands

Während die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft oft im hellen Rampenlicht steht, spielt sich eine begleitende Entwicklung im Dunklen und in den meisten Fällen völlig unbemerkt ab: Cyber-Kriminalität geht mit der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung der Wirtschaft Hand in Hand. Allein in Deutschland wird alle 16 Sekunden ein Unternehmen gehackt.

Während die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft oft im hellen Rampenlicht steht, spielt sich eine begleitende Entwicklung im Dunklen und in den meisten Fällen völlig unbemerkt ab: Cyber-Kriminalität geht mit der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung der Wirtschaft Hand in Hand. Allein in Deutschland wird alle 16 Sekunden ein Unternehmen gehackt.

Kriminelle Attacken kosten Unternehmen in Deutschland nach eigener Einschätzung jährlich 102,9 Milliarden Euro. Das ist eines der Ergebnisse einer Untersuchung, die der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) jetzt in Berlin vorstellte.

Dramatische Steigerung der Attacken
„Umfang und Qualität der Angriffe auf Unternehmen haben dramatisch zugenommen“, erklärte Bitkom-Präsident Achim Berg. Er stellte die Ergebnisse der Befragung von mehr als 1.000 Wirtschaftsvertretern zusammen mit dem Vizepräsidenten des Verfassungsschutzes Michael Niemeier vor.

Die Zahl der Attacken hat dabei in den vergangenen zwei Jahren erheblich zugenommen. Waren 2017 noch 53 Prozent der befragten Unternehmen betroffen, waren es in diesem Jahr schon 75 Prozent. Nur ein Viertel der Unternehmen war also von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage nicht betroffen.

Besonders häufig genannt wurden der Diebstahl von sensiblen Daten bzw. Informationen, digitale Sabotage von Informations- und Produktionssystemen oder Betriebsabläufen sowie das Ausspähen digitaler Kommunikation bei den betroffenen Unternehmen. Ebenfalls häufig verzeichnet wurde von den Unternehmen das sog. Social Engineering, bei dem Mitarbeiter von den Hackern zur Preisgabe von vertraulichen Informationen oder zur Freigabe von Finanzmitteln bewegt werden sollen.

Häufige Schwachstellen und hohe Kosten
Die Angriffsstellen der Hacker sind dabei vielfältig. Besonders häufig kamen in 2019 Angriffe aus Passwörter und die Infizierung mit Schadsoftware vor. Phishing-Angriffe und das Ausnutzen von Software-Schwachstellen verursachten ähnlich oft Schäden bei den Unternehmen. Finanz- und Kundendaten stehen dabei besonders im Fokus der Cyber-Kriminellen.

Fast zwei Drittel der durch Cyber-Kriminalität entstandenen Verluste entfallen auf die Kosten durch Ermittlungen, Ersatzmaßnahmen und nachgelagerte Rechtstreitigkeiten. Ein Fünftel der Verluste entfällt nach Selbsteinschätzung der deutschen Unternehmen auf Umsatzeinbußen durch anschließend entstandene Plagiate.

Ehemalige Mitarbeiter im Fokus
Die Täter sind besonders häufig ehemalige Mitarbeiter. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen identifizierten diese als Täterkreis. Konkurrierende Unternehmen (20 Prozent) und die organisierte Kriminalität (21 Prozent) spielen jedoch ebenso eine große Rolle.

Fast ein Drittel der Unternehmen gab an, von den kriminellen Machenschaften nur durch Zufall erfahren zu haben. 17 Prozent bemerkten es durch Hinweise aus der Jahresabschlussprüfung, dass Daten gestohlen oder Abläufe sabotiert worden waren. Interne Sicherheitsmaßnahmen, bilanziert die Untersuchung, seien demnach besonders entscheidend. „Gut geschulte Mitarbeiter sind der effektivste Schutz“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin.

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