Soforthilfe Niedersachsen

Kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler werden von der aktuellen Krise in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht und stehen häufig vor akuten Liquiditätsengpässen. Die Bundesregierung und das Land Niedersachsen haben deshalb Soforthilfemaßnahmen für Solo-Selbstständige, Klein- und Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen beschlossen. Anträge für die Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes können ab sofort bei der NBank gestellt werden.

Soforthilfe NBank

Landes- und Bundesmittel kombiniert

Die NBank zahlt Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern, die wegen der Corona-Pandemie in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, eine Soforthilfe, bestehend aus einer Einmalzahlung in Höhe von:

  • bis zu 9.000 Euro: bei bis zu fünf Beschäftigten
  • bis zu 15.000 Euro: bei bis zu zehn Beschäftigten
  • bis zu 20.000 Euro: bei bis zu 30 Beschäftigten
  • bis zu 25.000 Euro: bei bis zu 49 Beschäftigten

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Soforthilfe der NBank

An wen richtet sich die Soforthilfe?

Klein- und Kleinstunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten können einen einmaligen Liquiditätszuschuss von bis zu 25.000 Euro beantragen, finanziert aus den Soforthilfeprogrammen des Landes Niedersachsen und des Bundes. Voraussetzung sind existenzielle wirtschaftliche Herausforderungen in Folge der Corona-Pandemie. Eines der folgenden Kriterien muss dafür erfüllt werden:

  • Der Umsatz oder das Honorar sind für den Monat, in dem der Antrag gestellt wird, um mindestens 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.
  • Der Betrieb wurde auf behördliche Anordnung wegen der Corona-Krise geschossen.

Betriebliche oder persönliche Rücklagen müssen nicht vorher in Anspruch genommen werden und werden nicht auf die Förderung angerechnet.

Zielgruppe sind Unternehmen, freiberuflich Tätige und Solo-Selbständige (auch Künstler und Kulturschaffende), aber auch Startups, die jünger als 5 Jahre sind.


Welchem Zweck dienen die Soforthilfen?

Die Soforthilfen sollen die wirtschaftliche Existenz der Antragsteller sichern und aktuelle Liquiditätsengpässe wegen laufender Betriebskosten überbrücken. Zu den Betriebskosten zählen z. B. Mieten und Pachten, Kredite für Betriebsräume und Leasingraten. Lebenshaltungskosten zählen nicht zu den Betriebskosten.

Für eine Unterstützung bei den Lebenshaltungskosten soll ergänzend die Grundsicherung nach ALG II beantragen werden. Der Zugang zur Grundsicherung soll ab dem 1. April 2020 für einen Zeitraum von sechs Monaten erleichtert werden, indem keine Vermögensprüfung der Antragsteller erfolgt.


Wie hoch sind die Zuschüsse?

Die Einmalzahlungen der Soforthilfe werden folgendermaßen gestaffelt:

  • bis zu 9.000 Euro: bei bis zu fünf Beschäftigten
  • bis zu 15.000 Euro: bei bis zu zehn Beschäftigten
  • bis zu 20.000 Euro: bei bis zu 30 Beschäftigten
  • bis zu 25.000 Euro: bei bis zu 49 Beschäftigten

Wo und wie beantrage ich das Geld?

Die Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes kann ab sofort via E-Mail bei der NBank beantragt werden:

  1. Laden Sie sich den Antrag und die Kleinbeihilfenerklärung herunter und speichern Sie diese auf Ihrem PC.
  2. Öffnen Sie den Antrag und die Kleinbeihilfenerklärung direkt (über rechte Maustaste „öffnen mit“) von dem Speicherort auf Ihrem PC mit dem aktuellen Adobe Acrobat Reader DC.
  3. Füllen Sie den Antrag und die Kleinbeihilfenerklärung sorgfältig am PC aus.
  4. Senden den Antrag, die Kleinbeihilfenerklärung und eine unterschriebene Kopie vom Personalausweis (Vorder- und Rückseite) des Unterschriftsberechtigten zusammengefasst in einer E-Mail an folgende E-Mail-Adresse: antrag(at)soforthilfe.nbank.de
  5. Die NBank versendet keine Eingangsbestätigung.

Formulare und Anleitungen zur Beantragung der Soforthilfe bitte immer mit rechter Maustaste anklicken und "Ziel speichern unter" auswählen, dann Datei direkt vom PC öffnen und ausfüllen:

​​​​​​​Update vom 02. April 2020: In einer vorhergehenden Version des Antragsformulars musste jeder Antragstellende das Formular für Kleinbeihilfen ausfüllen, auch wenn er zuvor keine Kleinbeihilfen erhalten hat. Das wurde nun vereinfacht: Es ist nun im Antragsformular auszuwählen, ob Sie Kleinbeihilfe erhalten haben oder nicht. Sollten Sie schon eine Kleinbeihilfe erhalten haben, müssen Sie uns die entsprechende Anlage mitsenden. Diejenigen, die den Antrag schon vor dieser Änderung gestellt haben, müssen weder den Antrag ändern noch einen neuen stellen!

Bei Fragen zur Förderung sowie zur Antragsstellung bei der NBank hilft Ihnen das Team der WFO gerne weiter.


Warum habe ich noch keine Auszahlung oder einen Bescheid erhalten?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NBank haben inzwischen begonnen, auch unvollständige oder fehlerhafte Anträge zu bearbeiten. Bei diesen müssen Eingaben manuell gemacht oder Unterlagen nachgefordert werden. In diesem Fall wird die NBank Sie kontaktieren. Es liegen nach Angaben der NBank leider erhebliche Mengen unvollständiger Anträge vor. Die NBank bittet daher um Verständnis, dass dies insgesamt einige Tage in Anspruch nimmt und länger dauert als die automatische Erfassung. >> Zur Mitteilung der NBank


Mein Antrag wurde abgelehnt. Was kann ich tun?

Sie können gegen einen negativen Bescheid Widerspruch einlegen. Ein Widerspruch ist erst möglich, wenn Ihnen ein Bescheid vorliegt. Das Gesetz sieht für Widersprüche die Schriftform vor. Das bedeutet, Sie müssen Widersprüche, beispielsweise gegen Ablehnungsbescheide, schriftlich sowie postalisch und mit Unterschrift an die NBank schicken. Per E-Mail eingelegte Widersprüche sind nicht gültig.


Weitere Fragen

Was ist ein Liquiditätsengpass?

Ein Liquiditätsengpass liegt vor, wenn der Anstragsteller Zahlungsverpflichtungen (bspw. Mieten oder Kredite für Betriebsräume) nicht mehr aus verfügbaren liquiden Mitteln bedienen kann. Gebundenes Vermögen, wie langfristige Alterversorgung, Aktien oder Mittel, die für den Lebensunterhalt benötigt werden, müssen nicht aktiviert werden.


Ich habe bereits vor dem 01. April 2020 einen Antrag auf Soforthilfe gestellt. Wie gehe ich jetzt am besten vor?

Wen Sie bereits eine Bewilligung der NBank erhalten haben, können Sie einen zusätzlichen Antrag auf die Bundesförderung stellen. Prüfen Sie, ob Sie unter den neuen Voraussetzungen antragsberechtigt sind. Zusammen mit dem bereits erhaltenen Zuschuss darf keine Überkompensation entstehen, das heißt, die Zuschüsse dürfen die zu deckenden Kosten nicht übersteigen.

Wenn Sie noch keine Bewilligung erhalten haben, der NBank aber ein korrekt ausgefüllter, vollständiger Antrag vorliegt und Sie zudem antragsberechtigt sind, wird dieser weiter unter den zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Förderbedingungen der Niedersachsen-Soforthilfe Corona bearbeitet. Unabhängig davon können Sie unter den Bedingungen der Bundesförderung, sobald dieser zur Verfügung steht, einen zusätzlichen Antrag stellen. Sie müssen dazu nicht auf die Bewilligung der NBank warten.

Sie haben noch keinen Antrag auf Soforthilfe bei der NBank gestellt? Dann prüfen Sie gründlich, ob Sie unter den neuen Fördervoraussetzungen antragsberechtigt sind. Dann können Sie einen Antrag auf die Corona-Soforthilfe stellen.


Werden die Zuschüsse aus dem Sofortprogramm besteuert?

In diesem Jahr kommen Soforthilfen den Betroffenen in vollem Umfang zugute, sie werden nicht bei Steuervorauszahlungen berücksichtigt. Grundsätzlich ist der Zuschuss aber steuerpflichtig. Das wirkt sich frühestens nächstes Jahr mit der Steuererklärung für 2020 aus - und nur dann, wenn auch ein Gewinn erwirtschaftet worden ist. Hat das Unternehmen oder der/die Selbstständige im Jahr 2020 einen positiven Gewinn erzielt, wird auf den Zuschuss der individuelle Steuersatz fällig.