Infos für Gastronomen

Gerade den Gastronomiebereich treffen die Auswirkungen der Corona-Krise und das damit verbundene Social Distancing besonders hart. Schnelles Handeln ist jetzt gefragt. Die wichtigsten ersten Schritte haben wir der Checkliste für Unternehmen zusammengefasst. Eine speziell für Gastronomen erstellte Checkliste des DEHOGA enthält weitere wichtige Punkte, die es zu beachten gilt. Darüber hinaus stellen sich aber viele weitere Fragen insbesondere für Gastronomen. Wir zeigen, was für das Stadtgebiet Osnabrück derzeit gilt, welche Konzepte möglicherweise einen Teilbetrieb ermöglichen und beantworten weitere oft gestellte Fragen.

Welche Einschränkungen gelten aktuell?

Aus der Niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 08. Mai

Restaurants, Gaststätten, Imbisse, Cafés und Kantinen dürfen wieder zum Vor- Ort-Verzehr öffnen. Die bisherige 50-Prozent-Regelung entfällt ab dem 25. Mai. Allerdings gelten strenge Sicherheits- und Hygieneauflagen. So muss dafür gesorgt sein, dass der Zutritt gesteuert werden kann und Warteschlangen vermieden werden. Gäste müssen dabei keine Mund-Nase- Bedeckung tragen, das Servicepersonal allerdings schon. Details zum Hygienekonzept des Landes Niedersachsen finden Sie auf der Website des Wirtschaftsministeriums.

Der Betrieb von Gaststätten in Gebäuden, bei denen der Schankwirtschaftsbetrieb den Speisewirtschaftsbetrieb deutlich überwiegt wie zum Beispiel Kneipen, Bars und ähnliche Betriebe ist weiterhin verboten. Ein Angebot in Buffetform ist ebenfalls untersagt.

Besteht eine Reservierungspflicht?

Die Rechtsverordnung sieht keine Reservierungspflicht in Restaurants vor, eine Reservierung wird jedoch dringend empfohlen. Die Betreiberin oder der Betreiber eines Restaurationsbetriebes muss jedoch den Namen und die Kontaktdaten jedes Gastes sowie den Zeitpunkt des Betretens und Verlassens der Einrichtung dokumentieren und drei Wochen aufbewahren, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann. Wenn ein Gast seine Kontaktdaten nicht abgeben möchte, muss er den Gastronomiebetrieb leider wieder verlassen. Gäste dürfen nur bedient werden, wenn sei mit der Dokumentation einverstanden sind.

Was ist bei Hotelstornierungen aufgrund der neuen Regelungen zu beachten?

Durch  die  mit  der Bundesregierung  koordinierte,  temporäre  Untersagung touristischer Hotelaufenthalte durch mittlerweile fast alle Bundesländer und mit dem Inkrafttreten weitgehender Reisebeschränkungen rechtlicher und faktischer Natur stellt sich die Rechtslage bei Stornierungen von Hotelbuchungen wie folgt dar:

  • Für touristische Übernachtungenim Untersagungszeitraum ist aufgrund eingetretener Unmöglichkeit von einem beidseitigen Recht auf kostenfreie Stornierung auszugehen. Für touristische Hotelaufenthalte, die vor dem Untersagungszeitraum  begonnen  haben  oder  nach  dem  Untersagungszeitraum enden, kann der Hotelier grundsätzlich anteilige Stornokosten für die nicht betroffenen Zeiträume verlangen.
  • Anders sieht die Rechtslage bei weiterhin zulässigen geschäftlich / beruflich veranlassten Hotelbuchungenaus. Der Hotelier kann auf Zahlung der vereinbarten Übernachtungskosten bestehen (abzüglich der ersparten Aufwendungen).

Welche Beste Practise liefern gute Ideen für die Krise?

Für viele gastronomische Betriebe müssen die derzeitgen Bestimmungen nicht die vollständige Betriebsstilllegung bedeuten. Neue Ideen sind gefragt. Wir stellen hier einige Beispiele aus Osnabrück vor und nehmen gerne weitere Hinweise auf.

Lieferdienst

Schnell reagiert haben verschiedene Gastronomen mit Essensangeboten und bieten nun einen neuen Lieferservice an, wie beispielsweise die Trattoria am Markt, die Bäckerei Tante Sophies oder das Kleinkost. Eine gute Übersicht und kostenlose Werbemöglichkeit bietet die Seite www.osnabringts.de der OMT.


Crowdfunding

Viele Osnabrücker Bars und Kneipen sind bereits bei der Crowfunding-Plattform gofundme aktiv, ebenso Eisdielen wie das Schlecks. Sie sammeln von privaten Spendern Geld zur Unterstützung. Der Zuspruch ist groß: Mehr als 10.000 Euro sammelte allein der Bastard Club mit seiner Kampagne.


Streaming

Das Brücks macht es vor: Home Office funktioniert mitunter sogar beim DJ. Immer freitags und samstags überträgt der Osnabrücker Club live Musik vom DJ Pult für die Quarantäne Party allein daheim - und sammelt dabei freiwillige Spenden ein. Den Stream gibt es bei twitch.tv