Checkliste für Unternehmen

Durch die unternehmerischen Einschränkungen während der Corona-Krise haben viele Unternehmen starke Umsatzrückgänge zu verzeichnen bzw. müssen ihre Betriebsstätte vorübergehend ganz schließen. Machen Sie unbedingt eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung. Nur so haben Sie einen Überblick und können Entscheidungen treffen. Einige Hilfsprogramme verlangen eine Liquiditätsplanung zur Antragstellung.

Gespräch mit der Hausbank

Sprechen Sie mit Ihrer Bank über die aktuelle Situation und den notwendigen Liquiditätsbedarf in den nächsten Wochen. Verhandeln Sie über Zins- und Tilgungsaussetzung. Sprechen Sie Ihre Bank auf direkte Liquiditätshilfen an. Durch Kombination mit einer Bürgschaft der Niedersächsischen Bürgschaftsbank können sich möglicherweise schnelle Lösungen ergeben. Bundesprogramme, wie z. B. Liquiditätsdarlehen der KfW können nur in Zusammenarbeit mit Ihrer Hausbank in Anspruch genommen werden.

Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur

Sobald 10 % der Belegschaft mind. 10 % Arbeitsausfall haben, können Sie bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitergeld beantragen, d. h. der Lohn-/Gehaltsausfall der Mitarbeiter durch die Minderarbeit wird teilweise ersetzt. Diese Ersatzleistung kann bis zu 21 Monate, längstens bis zum 31. Dezember 2020 gezahlt werden. Halten Sie Ihre Mitarbeiter im Unternehmen.

Steuerberater kontaktieren

Beantragen Sie mit idealerweise mit Unterstützung Ihres Steuerberaters eine Aussetzung von Steuervorauszahlungen bzw. eine Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen.

Vermieter kontaktieren

Sprechen Sie mit Ihrem Vermieter über vorübergehende Mietminderung. Auch Vermieter haben Darlehen bei Banken, aber es gibt Signale, dass auch Vermietern eine Tilgungsaussetzung gewährt wird, um Mietern die Mietzahlungen zu reduzieren.

Lieferanten & Dienstleister

Verhandeln Sie mit Ihren Lieferanten und Dienstleistern über Zahlungsaufschub bzw. Ratenzahlungen.