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Wirtschaftsförderung Osnabrück

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Unternehmensnachfolge: Praxisbeispiel ebm

Gibt die ebm-Geschäftsführung 2019 weiter: Andreas Ennen

Andreas Ennen über den Ablauf bei ebm und der Zeit danach

Herr Ennen, als angestellter Geschäftsführer von ebm werden Sie bald in den Ruhestand gehen und die Geschäftsführung in neue Hände geben. Wie kam es zu diesem Entschluss und seit wann haben Sie sich mit dem Thema „Nachfolge“ befasst?

Ich habe die Inhaber der ebm bereits im letzten Jahr informiert, dass ich zum 31.12.2018, wie vertragsgemäß vorgesehen, mit 65 Jahren in den Ruhestand gehe. Das ist dann der logische Abschluss eines langjährigen Verfahrens das Unternehmen ebm an die demografischen Auswirkungen im Bereich ihrer Führung anzupassen. Eine demografische Auswertung bestätigte, dass wir bis zum Jahr 2018 90% der Führung aus Ruhestandsgründen verlieren. Das Thema „Nachfolge“ beschäftigt uns jetzt also bereits gut 8 Jahre.

Nicht ganz alltäglich ist der Umstand, dass zukünftig zwei Geschäftsführer das Unternehmen leiten werden. War es eine bewusste Entscheidung, dass Unternehmen in vier Hände zu geben? Wenn ja, was führte zu diesem Entschluss?

Zunächst ging es nur um einen Nachfolger. Frühzeitig haben wir geklärt, dass dieser nicht aus dem Unternehmen sondern von extern gewonnen werden muss. Bei Durchsicht der Bewerbungsschreiben entstand dann die Idee für die Zukunft zwei Geschäftsführer einzustellen. Die Gründe dafür waren die notwendige Anpassung an die Digitalisierung auf der einen und den gestiegenen betriebswirtschaftlichen Anforderungen auf der anderen Seite. Deshalb haben die Gesellschafter sich für zwei Kandidaten entschieden, von denen einer stärker technologisch und einer mehr betriebswirtschaftlich ausgerichtet ist.

Wie genau läuft die Übergabe ab? Gibt es einen konkreten Zeitplan?

Die Nachfolger haben am 1.4.2017 begonnen. Nach der Einarbeitung in die Struktur der ebm ist vorgesehen, dass sie die Organisation der ebm kennenlernen, das heißt konkret in die Mutter- und Tochtergesellschaften hineinschnuppern. Es erfolgt eine sukzessive Übergabe der Geschäftsführerpflichten, die endgültig mit der Übertragung der wirtschaftlichen Verantwortung Ende 2018 ihren Abschluss findet.

Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus? Werden Sie ebm auch zukünftig beratend zur Seite stehen?

Mit meinem Ausscheiden werde ich der ebm auch nicht beratend zur Verfügung stehen. Ich finde man muss auch loslassen können, auch wenn die ebm über 40 Jahre wie eine Familie für mich war. Mit dem Eintreten in den Ruhestand warten so viel Freizeitaktivitäten und vernachlässigte Hobbies auf mich, dass sicher keine Langeweile aufkommt. Und wer weiß, vielleicht entschließe ich mich auch später dazu für andere Unternehmen und Start-ups beratend zur Seite zu stehen.

Das Thema „Nachfolge“ wird für viele Unternehmen, besonders im Bereich Handwerk, immer wichtiger. Was können Sie anderen Unternehmerinnen und Unternehmern raten?

Jedem Unternehmer möchte ich raten, sich rechtzeitig mit dem Thema Nachfolge zu beschäftigen, allein der notwendige Wissenstransfer ist nicht zu unterschätzen. Nehmen Sie sich jemanden von Extern dazu, damit auch die Sicht eines nicht Betroffenen in diesem Prozess Berücksichtigung finden kann. Rechtzeitiges Loslassen ist im Rahmen der Nachfolge von entscheidender Bedeutung.

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