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Wirtschaftsförderung Osnabrück

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Firmenbesuch bei Cordes & Graefe - Beispiel für interkommunales Gewerbegebiet

So lang wie zwei Fußballfelder: Thomas Buschmann (links), Chef von Cordes & Graefe, führte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Hasbergens Bürgermeister Holger Elixmann (im Vordergrund) durch die Hallen im interkommunalen Gewerbegebiet an der Düte. Foto: Michael Gründel

Von Wilfried Hinrichs - Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 23.09.2016

Wie Cordes & Graefe Grenzen überwindet

Osnabrück/Hasbergen. Die Gemeindegrenze zieht sich mitten durch den Betrieb: Cordes & Graefe hat im interkommunalen Gewerbegebiet Osnabrück/Hasbergen gebaut – und es keine Sekunde bereut.

Für Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) hat das grenzüberschreitende Gewerbegebiet in Hellern und Gaste „Modellcharakter“. Sein Hasberger Amts- und Parteikollege nickt beim gemeinsamen Besuch des Haustechnik-Großhandels. „Wir haben im Rathaus des westfälischen Friedens einen fairen Ausgleich gefunden“, sagt Elixmann.

Gewerbeflächen, die über Gemeindegrenzen hinausreichen, sind selten. Osnabrück verbindet sich nur an dieser einen Stelle an der Düte unweit von Ikea mit einer Nachbargemeinde, um Platz für Unternehmen zu gewinnen. Die Hindernisse sind vielfältig, denn die Kommunen müssen Erschließung, Brandschutz und vor allem die Aufteilung der Gewerbesteuer einvernehmlich regeln. In diesem Fall ist es gelungen: Die Gewerbesteuer, die Cordes & Graefe zahlt, teilen sich Osnabrück und Hasbergen partnerschaftlich „fünfzig zu fünfzig“, wie Griesert erklärt.

Zu wenig Platz in Sutthausen

Der Fachgroßhandel für Sanitär, Heizung, Installation, Elektro, Klima und Lüftung siedelte 2014 von Sutthausen an die Düte um, 2015 feierte das Unternehmen die Eröffnung des neuen Standortes auf dem acht Hektar großen Gelände . Der Platz am Wufter Turm war längst zu eng geworden. Die Bemühungen des früheren Gesellschafters Gerd Lichtenberger vor sechs Jahren, das Unternehmen auf ein angrenzendes Grundstück in Sutthausen auszudehnen, scheiterten damals am Veto der rot-grünen Ratsmehrheit . Nach langer Suche fand Cordes & Graefe an der Dütestraße ein passendes Grundstück mit Entwicklungspotenzial.

Inzwischen ist Gerd Lichtenberger ausgeschieden. Die Gesamtverantwortung trägt seit Anfang des Jahres Thomas Buschmann als persönlich haftender Gesellschafter und Geschäftsführer. Der 49-Jährige ist ein Eigengewächs der GC-Gruppe , zu der Cordes & Graefe Osnabrück gehört. GC steht für Großhandelscontor. Das ist ein Zusammenschluss von über 80 Großhandels-Partnern in Deutschland, die wirtschaftlich und rechtlich selbstständig sind, sich aber austauschen und auf dem Markt gemeinschaftlich agieren. „Wer bei Cordes & Graefe anfängt, kann was werden“, sagte Holger Elixmann und verwies auf den niedersächsischen Innenminister: Boris Pistorius absolvierte hier eine kaufmännische Lehre, ehe er studierte. Und Thomas Buschmann begann – „ohne Abitur“, wie er betont – mit 16 als Lehrling in der Bremer Niederlassung. Jetzt gehört ihm der Laden in Osnabrück.

Bundesweit 15000 Mitarbeiter

Die GC-Gruppe bezeichnet sich selbst als Marktführer in Deutschland und Nummer 3 in Europa. Sie ist deutschlandweit an 800 Standorten vertreten und beschäftigt 15000 Mitarbeiter. Cordes & Graefe in Osnabrück hat wiederum sieben Tochterunternehmen. Insgesamt 1100 Menschen arbeiten in dieser Firmenfamilie.

Die großzügigen Hallen und die moderne Logistik an der Dütestraße machen die Arbeit leichter. Über 40 Stapler sausen durch das insgesamt 30000 Quadratmeter große Lager. 200000 Artikel kann Cordes & Graefe binnen 24 Stunden seinen Kunden liefern. Die Kundschaft besteht ausschließlich aus dem Fachhandwerk in der Region.

Der Bau-Boom schlagt sich auch in den Büchern von Cordes & Graefe nieder, aber Buschmann lässt die Öffentlichkeit nicht hineinschauen. Nur so viel lässt er sich entlocken: „Die Umsatzentwicklung ist gut bis sehr gut.“ Der Markt sei „toll“, das Wachstumspotenzial groß. „Noch etliche Millionen Heizkessel müssen in Deutschland modernisiert werden“, sagt Buschmann, und auf dem Strommarkt habe der Wandel zur dezentralen, regenerativen Erzeugung gerade erst eingesetzt. Deshalb denkt der Gesellschafter auch darüber nach, „perspektivisch in den nächsten fünf bis zehn Jahren“ das Lager zu erweitern. Platz wäre noch auf Hasberger Seite.

Besseres Internet

Buschmann entließ die beiden Bürgermeister mit einem Wunsch: Die Internetausstattung sei in dem Gewerbegebiet noch nicht optimal. Die Bandbreite genüge nicht wirklich, um sich in die Videokonferenzen mit den Kollegen aus der GC-Gruppe zu schalten. Griesert und Elixmann wollen sich darum kümmern.

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