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Wirtschaftsförderung Osnabrück

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Einzelhandelsstandort Osnabrück wird unterschätzt

Die Große Straße ist Osnabrücks Einkaufsmeile
Foto: Stadt Osnabrück

Quelle: Handelsimmobilien Heute vom 24. Oktober 2016

Im COMFORT-Städtereport schneidet die niedersächsische Stadt gut ab. Das Zentrum befindet sich im Wandel. An der Kamp-Promenade hat TK Maxx jüngst seinen Mietvertrag für einen 2500 Quadratmeter große Fläche verlängert. Osnabrück ist Oberzentrum für ein Einzugsgebiet mit knapp 700.000 Einwohnern und der herausragende Einzelhandelsstandort im Südwesten Niedersachsens. In Studien zur Wirtschaftsfreundlichkeit rangiert die Stadt im bundesweiten Vergleich ganz vorne. Ein weiterer Pluspunkt ist die gute Verkehrsanbindung, weil der Weg über die Autobahn A 1 in Richtung Ruhrgebiet und nach Hamburg nicht lang ist.

„Jenseits der allgemeinen positiven Grunddaten und Rahmenbedingungen lohnt aber insbesondere auch ein Blick auf die besondere Einzelhandelsattraktivität der City“, sagt Olaf Petersen, Chefresearcher bei COMFORT. Das Unternehmen für Einzelhandelsunternehmen hat die Stadt, in der aktuell rund 157 000 Menschen, in seinem aktuellen Städtereport beleuchtet.

Laut COMFORT hat Osnabrück als Einzelhandelsstandort auch über die Stadtgrenzen hinaus eine große Bedeutung. Aktuell werden auf der 128.000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche in der City 429 Millionen Euro umgesetzt. Der Umsatzanteil der innerstädtischen Verkaufsfläche am Gesamtumsatz der Stadt liegt dabei mit rund 38,2 Prozent auf dem Niveau von vergleichbaren Städten, der Verkaufsflächenanteil ist mit rund 32 Prozent vergleichsweise hoch.

„Ein Umstand, der die Stärke des Einzelhandelsstandortes Osnabrück deutlich unterstreicht“, betont COMFORT-Geschäftsführer Jürgen Kreutz. Die Osnabrücker Innenstadt hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Aktuell sind einige Großprojekte in der Umsetzung beziehungsweise Planung. Das Osnabrücker Unternehmen Lengermann & Trieschmann (L+T) hat mit dem Abriss des Wilhelminenstiftes an der Hase begonnen und baut an dieser Stelle ein Sporthaus mit fünf Etagen.

Kaufhaus mit Arena und Welle

Besonderheit des neuen Kaufhauses ist eine Arena mit zweihundert Sitzplätzen und einem Wasserbecken mit einer sogenannten stehenden Welle, die durch Überströmen eines Hindernisses erzeugt wird. L+T möchte mit der Realisierung des Sportkaufhauses sicher auch einen innerstädtischen Gegenpol zu dem geplanten Einkaufszentrum mit dem Arbeitstitel „OSKAR“ setzen.

Hier hat es zuletzt wieder Verzögerungen gegeben, unter anderem durch die Übernahme des Entwicklers mfi durch die französische Unibail-Rodamco. Die Fertigstellung des Projektes mit etwa 16.500 Quadratmeter Einzelhandelsfläche wird nun für Herbst 2018 prognostiziert.

Fragezeichen bei SinnLeffers

Als Ankermieter wurde seinerzeit SinnLeffers vermeldet. Vor dem Hintergrund des aktuell beantragten Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bleibt abzuwarten, ob es tatsächlich einen SinnLeffers im neuen Einkaufszentrum geben wird.

Zwischen Entwickler und Stadt gibt es auch eine Vereinbarung, dass die Hälfte der geplanten etwa 100 Geschäfte noch nicht in der Stadt vertreten sein dürfen oder alternativ auf der Hälfte der Verkaufsfläche im Center neue Läden entstehen. Die beständig hohe Nachfrage der nationalen und internationalen Filialisten könnte allerdings durch die Centerentwicklung zumindest zum Teil aufgefangen werden.

Erwähnenswert sind auch die dem Vernehmen nach bei der DIC laufenden Planungen für eine umfassende Neuaufstellung der Theaterpassage. Mit einem grundlegend veränderten Nutzungskonzept soll hier neue Attraktivität für die beiden langjährig etablierten Einzelhandelslagen Krahnstraße und Domshof geschaffen werden.

Der Einzelhandelsstandort Osnabrück erfreut sich laut COMFORT seit Jahren großer Beliebtheit, wobei sich die stärkste Nachfrage auf die Haupteinkaufszone Große Straße / Nikolaiort konzentriert. Dort lassen sich in Kaufpreisfaktoren jenseits der 20 realisieren. Lagen wie die Johannisstraße oder sonstige innerstädtische B-Lagen führten zu deutlich geringeren Kaufpreisen. Aus Sicht der Einzelhandels- und Immobilienexperten ist die Nachfrage nach Geschäftshäusern in Osnabrück groß.

Als Ergebnis der zuvor benannten vielfältigen positiven Aspekte erreicht Osnabrück im aktuellen COMFORT-City Ranking 2016 mit 62 Punkten eine insgesamt gute Bewertung: Rang 18 unter 70 untersuchten deutschen Städten. Dieses Ergebnis geht insbesondere auf die positiven Bewertungen bei den Parametern im Teil-Ranking Einzelhandel zurück.

„Wenn auch von einigen Marktteilnehmern noch unterschätzt, so wissen viele Einzelhändler und Investoren die Qualitäten und die Konstanz des Standortes entsprechend zu schätzen. Daran wird mittel- und langfristig auch die Center-Realisierung am Neumarkt mit zusätzlichem Flächenangebot nichts ändern“, sagt Jürgen Kreutz. Die Einkaufslagen entlang der Großen Straße und am Nikolaiort sowie umliegender Bereiche werden weiterhin im Fokus von Konsumenten, Händlern und Investoren stehen. erstellt von ddh

 

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