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Wirtschaftsförderung Osnabrück

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3. Osnabrücker Handelsmonitor erschienen

Heiter bis wolkig - IHK und OMT legen detailierte Analyse von Händlern und Kunden vor

Kennzahlen, Quartierscheck, Geschäftsklima – die Stimmung in der Osnabrücker City ist heiter bis wolkig. Das ist die Quintessenz aus einer Fülle gut recherchierter und analysierter Daten und Fakten, die am 16. März 2015 als „3. Osnabrücker Handelsmonitor“ gemeinsam von der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, der Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH (OMT) und dem Osnabrücker City-Marketing e.V. (OCM) vorgestellt wurde. Ziel des Handelsmonitors ist es, die aktuelle Situation auszuwerten und mit den Erkenntnissen eine Basis für die strategische Weiterentwicklung des Einzelhandelsstandortes Osnabrück zu schaffen.

Quartierscheck
Hohe Aufenthaltsqualität, toller Branchenmix und engagierte Werbegemeinschaften prägen die Quartiere. Einige aber leiden unter Baustellen und Leerständen. Im „Quartierscheck“ standen erstmals auch wichtige Einfallstraßen wie die Pagenstecher Straße und die Hannoversche Straße im Fokus. Dabei wurden Faktoren wie die verkehrliche Anbindung, Passantenfrequenzen, Ladenflächen, Online-Handel, Sauberkeit, Lärm und Öffnungszeiten unter die Lupe genommen. „Wir haben uns einen differenzierten Blick aus Fakten, Informationen der Werbegemeinschaften und eigenen Erfahrungswerten erlaubt“, erläutert OMT-Geschäftsführerin Petra Rosenbach. „Ich bin begeistert von der Entwicklung einiger Quartiere wie der Kamp-Promenade, der Redlinger- oder Lotter Straße. Aber wir wissen auch um die Sorgenkinder, wie die Johannis- oder Hasestraße.“

Geschäftsklima

Die Auswertung der lokalen Händlerbefragung bestätigt, dass das „Geschäftsklima“ derzeit stabil ist. Allerdings erwartet z.B. der Handel im höheren Preissegment zukünftig eine leichte Verschlechterung. Der Online-Handel behält weiterhin eine große Relevanz. Während die großen Filialisten ohnehin schon Online unterwegs sind, setzen die inhabergeführten Geschäfte auf Kundenbindung. (Durchschnittsnote für die Innenstadt aus Sicht der Anbieter ist ein „gut minus“).

Passantenfrequenzmessung
Erstmals konnten Zahlen der neuen Passantenfrequenzmessung präsentiert werden. Seit Ende November vergangenen Jahres zählen die ersten fünf Messgeräte in der Fußgängerzone die Besucher. Die lasergestützte 24 -Stunden-Erhebung zeigt die starken Besucherzahlen an den Adventssamstagen und weist auch schwache Tage im Januar und Februar aus. Nach der Messung scheint der Ossensamstag keinerlei negative Auswirkungen auf die Passantenströme zu haben. Weitere Geräte sollen zeitnah in der Johannis- und Krahnstraße ergänzt werden. Mit längerer Zähldauer und mehr Zählstellen steigt dann die Aussagekraft der Zahlen für die Stadtentwicklung, das Stadtmarketing und den Handel. „Die Digitalisierung macht auch vor vermeintlich sicheren Standorten nicht halt. Bundesweit werden im Handel Frequenzverluste beklagt. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, müssen sich die Konzepte ändern.“ begründet IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf das Projekt, das zunächst drei Jahre durchgeführt wird. Schließlich sei der Erhalt der Vitalität der Innenstädte und Orte ein wichtiges Ziel. Genau hier liefere der Handelmonitor wertvolle Entscheidungsgrundlagen, so Graf.

Kennzahlenanalyse
Die „Kennzahlenanalyse“ gibt auch im dritten Jahr Aufschluss über die Kaufkraftentwicklung, die Entwicklung der Umsätze pro Kopf, den „Point of Sale“-Umsatz und die Handelszentralität. Hier weist Osnabrück in der Kaufkraft pro Einwohner eine leichte Steigerung auf. In den Bereichen der Kennzahlen in Oberzentren sowie Kaufkraftindex steht Osnabrück im Vergleich zu Münster, Oldenburg und Bielefeld gut da.

Insgesamt wird die Geschäftslage positiv bewertet und auch die Besucher, die im Rahmen der Studie „Vitale Innenstadt“ befragt wurden loben die Vielfalt des Sortiments, die Gastronomieangebote, die belebte Innenstadt und die Erreichbarkeit. Allerdings trübt beispielsweise die Baustellensituation die Stimmung der Händler ein.
Für Finanzvorstand der Stadt Osnabrück Thomas Fillep liegt der Nutzen der Studie auf der Hand: „Nach wie vor ist Osnabrück ein attraktiver Einzelhandelsstandort, der mit den Ergebnissen des Handelsmonitors weiter zu entwickeln ist. Das ist insbesondere wichtig für Investoren, die Osnabrück als starken Handelsplatz empfinden.“

Weitere Informationen:
> Downloadmöglichkeit des "3. Osnabrücker Handelsmonitor 2015“

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