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Die Kraft der jungen Alten

Mit 67 noch an der Werkbank: Das wird bald alltäglich in vielen Unternehmen sein. Ein kluger Unternehmer sorgt schon jetzt dafür, dass seine Mitarbeiter gesund bleiben und mit Freude lange arbeiten. Wie das funktioniert, ist in einem zweijährigen Projekt des Vereins für Wirtschaftsförderung (WFO) erarbeitet worden.

Der sperrige Titel des Projektes verdeckt die ganze Brisanz des Themas: "Der demografische Wandel - Auswirkungen auf die Personalentwicklung Osnabrücker Unternehmen." Im Klartext bedeutet das: Angesichts der alternden und schrumpfenden Gesellschaft werden immer mehr Betriebe Probleme bekommen, junge Fachkräfte zu finden. Zugleich müssen die älteren Mitarbeiter körperlich und geistig fit bleiben, um die Anforderungen in einem modernen Unternehmen meistern zu können.

Wie sich das konkret im Alltag eines Unternehmens widerspiegelt, schilderte gestern Abend während der Abschlussveranstaltung im Medienzentrum der Neuen OZ neben anderen der Gesundheitsmanager des Maschinenbauers MBH aus Ibbenbüren, Stephan Bartels. Der diplomierte Sportlehrer bringt die Belegschaft mit sanftem Druck und viel Überzeugungsarbeit auf Trab: durch Rückentraining im firmeneigenen Fitnessraum, in der Laufgruppe, beim Herz-Kreislauf-Check, mit Ernährungsberatung oder Abnehmkursus. "Man braucht das volle Vertrauen der Mitarbeiter und einen langen Atem", sagte Bartels. Aber es zahle sich aus - auch für das Unternehmen.

Vor zwei Jahren hatte der Verein für Wirtschaftsförderung zusammen mit dem Personalberater Ulrich Thoben das Demografie-Projekt gestartet. Ziel war es, die Unternehmen für das Problem zu sensibilisieren sowie Erfahrungen und Ideen auszutauschen. Es wurden zwei Arbeitsgruppen gebildet: "Betriebliches Gesundheitsmanagement" und "Qualifizierung älter werdender Menschen". Die Erkenntnisse aus diesen Zirkeln und Beispiele aus der Praxis wird die NeueOZ ab morgen zum "Thema der Woche" machen.

Wilhelm Dietrich Karmann, Vorsitzender des Vereins für Wirtschaftsförderung, sagte, der aktuelle konjunkturell bedingte Mangel an Fachkräften gebe den Betrieben einen Vorgeschmack auf das, was in zehn oder zwanzig Jahren noch geballter auf sie zukomme. Deshalb sei es so wichtig, jetzt die Weichen in der Personalplanung, im Gesundheitsmanagement und bei der Fortbildung zu stellen.

Oberbürgermeister Boris Pistorius dankte dem WFO, dass er "dieses Zukunftsthema in so vorbildlicher Weise" aufgegriffen habe.

Die Kraft der jungen Alten Die Kraft der jungen Alten

Die Kraft der jungen Alten

Wie Osnabrücker Unternehmen auf den demografischen Wandel reagieren

Mit 67 noch an der Werkbank: Das wird bald alltäglich in vielen Unternehmen sein. Ein kluger Unternehmer sorgt schon jetzt dafür, dass seine Mitarbeiter gesund bleiben und mit Freude lange arbeiten. Wie das funktioniert, ist in einem zweijährigen Projekt des Vereins für Wirtschaftsförderung (WFO) erarbeitet worden.

Der sperrige Titel des Projektes verdeckt die ganze Brisanz des Themas: "Der demografische Wandel - Auswirkungen auf die Personalentwicklung Osnabrücker Unternehmen." Im Klartext bedeutet das: Angesichts der alternden und schrumpfenden Gesellschaft werden immer mehr Betriebe Probleme bekommen, junge Fachkräfte zu finden. Zugleich müssen die älteren Mitarbeiter körperlich und geistig fit bleiben, um die Anforderungen in einem modernen Unternehmen meistern zu können.

Wie sich das konkret im Alltag eines Unternehmens widerspiegelt, schilderte gestern Abend während der Abschlussveranstaltung im Medienzentrum der Neuen OZ neben anderen der Gesundheitsmanager des Maschinenbauers MBH aus Ibbenbüren, Stephan Bartels. Der diplomierte Sportlehrer bringt die Belegschaft mit sanftem Druck und viel Überzeugungsarbeit auf Trab: durch Rückentraining im firmeneigenen Fitnessraum, in der Laufgruppe, beim Herz-Kreislauf-Check, mit Ernährungsberatung oder Abnehmkursus. "Man braucht das volle Vertrauen der Mitarbeiter und einen langen Atem", sagte Bartels. Aber es zahle sich aus - auch für das Unternehmen.

Vor zwei Jahren hatte der Verein für Wirtschaftsförderung zusammen mit dem Personalberater Ulrich Thoben das Demografie-Projekt gestartet. Ziel war es, die Unternehmen für das Problem zu sensibilisieren sowie Erfahrungen und Ideen auszutauschen. Es wurden zwei Arbeitsgruppen gebildet: "Betriebliches Gesundheitsmanagement" und "Qualifizierung älter werdender Menschen". Die Erkenntnisse aus diesen Zirkeln und Beispiele aus der Praxis wird die NeueOZ ab morgen zum "Thema der Woche" machen.

Wilhelm Dietrich Karmann, Vorsitzender des Vereins für Wirtschaftsförderung, sagte, der aktuelle konjunkturell bedingte Mangel an Fachkräften gebe den Betrieben einen Vorgeschmack auf das, was in zehn oder zwanzig Jahren noch geballter auf sie zukomme. Deshalb sei es so wichtig, jetzt die Weichen in der Personalplanung, im Gesundheitsmanagement und bei der Fortbildung zu stellen.

Oberbürgermeister Boris Pistorius dankte dem WFO, dass er "dieses Zukunftsthema in so vorbildlicher Weise" aufgegriffen habe.