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News

Am 26. März wird die letzte Kaserne der Britischen Streitkräfte in Osnabrück geräumt. Die Briten hinterlassen über 1.000 Wohnungen und an sechs Standorten 160 Hektar Kasernenfläche. Nun werden die ersten Wohnungsbestände zum Kauf angeboten. Die sogenannte Konversion der ehemals britischen Wohnsiedlungen und Kasernenfläche in rein zivile Nutzungen geht so einen entscheidenden Schritt voran.  

Über 200 Akteure aus der bundesweiten Immobilienbranche informierten sich auf Einladung der Stadt Osnabrück sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die für den Bund die Flächen und Wohnungen vermarkten soll, auf der Investorenkonferenz Osnabrück. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben kündigte an, das unter Denkmalschutz stehende Wohnquartier Literatenhöfe im Osnabrücker Stadtteil Westerberg im April dieses Jahres im Paket zum Kauf anzubieten. Insgesamt werde man, so Max Stumpf von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, in diesem Jahr 300 Wohneinheiten in Osnabrück auf den Markt bringen. Die Quartiere und Wohnungsbestände werden dabei sehr gezielt auf jeweils spezielle Zielgruppen zugeschnitten. Die Bundesanstalt rechne daher mit einer äußerst hohen Nachfrage. Für die Literatenhöfe unterbreitete der Wohnungsmarktexperte Andre Adami von der Bulwien/Gesa AG aus Berlin den Vorschlag, diese Häuser mit großen Gartenflächen zur Miete anzubieten. Gerade in diesem Marktsegment gebe es auch in Osnabrück einen hohen Bedarf.  

Für die Stadt Osnabrück stellte Wolfgang Griesert, verantwortlicher Stadtrat für den Städtebau, die aktuellen Planungen für die Winkelhausenkaserne vor. Auf diesem über 30 Hektar großen Kasernenareal im Osnabrücker Hafen sollen weitere Gewerbeflächen entstehen. Über einen städtebaulichen Wettbewerb wurden nun zwei mögliche Erschließungsraster ermittelt. Bis zum Jahresende, so der Stadtbaurat, wolle man für dieses Gebiet Planungsrecht schaffen. Zwei konkrete Nutzer stehen dabei schon fest: Zum einen werden in bestehende Unterkunftsgebäude Dienststellen des Landes Niedersachsen, das Finanzamt Osnabrück-Land und eine Polizeidienststelle, einziehen. Zum anderen werde schon in Kürze, so Wolfgang Griesert, in dem logistisch perfekt angebundenen Gebiet für ein Osnabrücker Industrieunternehmen der Containerumschlag vom LKW auf die Bahn gestartet. Prof. Dr. Martin Wentz als externer Experte in der Podiumsdiskussion der Osnabrücker Investorenkonferenz riet dazu, die Planungen sehr sorgfältig zu betreiben, um wirtschaftlich tragfähige Lösungen der Erschließung und eine hochwertige Gestaltung zu erreichen.  

Auch für die weiteren von den britischen Streitkräften aufgegebenen Kasernenflächen arbeiten die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und die Stadt Osnabrück an Nachnutzungskonzepten. Neben einer Erweiterungsfläche für die Universität und Fachhochschule Osnabrück werden auch Planungen für einen Wissenschaftspark in unmittelbarer Hochschulnähe angestellt. Axel Kunze aus dem Vorstand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben rief interessierte Investoren und Projektentwickler dazu auf, jetzt gegenüber Bundesanstalt und Stadt Ihre Interessen zu artikulieren, um die nun konkreten Planungen möglichst nah an den Bedürfnissen des Marktes auszurichten.

Über 200 Teilnehmer bei der Investorenkonferenz Osnabrück Über 200 Teilnehmer bei der Investorenkonferenz Osnabrück

Über 200 Teilnehmer bei der Investorenkonferenz Osnabrück

Bund bietet die ersten Wohnsiedlungen zum Kauf an


Diskussionsrunde bei der Investoren-konferenz Osnabrück 2009

Axel Kunze, Bundesanstalt für Immobilien-aufgaben

Am 26. März wird die letzte Kaserne der Britischen Streitkräfte in Osnabrück geräumt. Die Briten hinterlassen über 1.000 Wohnungen und an sechs Standorten 160 Hektar Kasernenfläche. Nun werden die ersten Wohnungsbestände zum Kauf angeboten. Die sogenannte Konversion der ehemals britischen Wohnsiedlungen und Kasernenfläche in rein zivile Nutzungen geht so einen entscheidenden Schritt voran.  

Über 200 Akteure aus der bundesweiten Immobilienbranche informierten sich auf Einladung der Stadt Osnabrück sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die für den Bund die Flächen und Wohnungen vermarkten soll, auf der Investorenkonferenz Osnabrück. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben kündigte an, das unter Denkmalschutz stehende Wohnquartier Literatenhöfe im Osnabrücker Stadtteil Westerberg im April dieses Jahres im Paket zum Kauf anzubieten. Insgesamt werde man, so Max Stumpf von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, in diesem Jahr 300 Wohneinheiten in Osnabrück auf den Markt bringen. Die Quartiere und Wohnungsbestände werden dabei sehr gezielt auf jeweils spezielle Zielgruppen zugeschnitten. Die Bundesanstalt rechne daher mit einer äußerst hohen Nachfrage. Für die Literatenhöfe unterbreitete der Wohnungsmarktexperte Andre Adami von der Bulwien/Gesa AG aus Berlin den Vorschlag, diese Häuser mit großen Gartenflächen zur Miete anzubieten. Gerade in diesem Marktsegment gebe es auch in Osnabrück einen hohen Bedarf.  

Für die Stadt Osnabrück stellte Wolfgang Griesert, verantwortlicher Stadtrat für den Städtebau, die aktuellen Planungen für die Winkelhausenkaserne vor. Auf diesem über 30 Hektar großen Kasernenareal im Osnabrücker Hafen sollen weitere Gewerbeflächen entstehen. Über einen städtebaulichen Wettbewerb wurden nun zwei mögliche Erschließungsraster ermittelt. Bis zum Jahresende, so der Stadtbaurat, wolle man für dieses Gebiet Planungsrecht schaffen. Zwei konkrete Nutzer stehen dabei schon fest: Zum einen werden in bestehende Unterkunftsgebäude Dienststellen des Landes Niedersachsen, das Finanzamt Osnabrück-Land und eine Polizeidienststelle, einziehen. Zum anderen werde schon in Kürze, so Wolfgang Griesert, in dem logistisch perfekt angebundenen Gebiet für ein Osnabrücker Industrieunternehmen der Containerumschlag vom LKW auf die Bahn gestartet. Prof. Dr. Martin Wentz als externer Experte in der Podiumsdiskussion der Osnabrücker Investorenkonferenz riet dazu, die Planungen sehr sorgfältig zu betreiben, um wirtschaftlich tragfähige Lösungen der Erschließung und eine hochwertige Gestaltung zu erreichen.  

Auch für die weiteren von den britischen Streitkräften aufgegebenen Kasernenflächen arbeiten die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und die Stadt Osnabrück an Nachnutzungskonzepten. Neben einer Erweiterungsfläche für die Universität und Fachhochschule Osnabrück werden auch Planungen für einen Wissenschaftspark in unmittelbarer Hochschulnähe angestellt. Axel Kunze aus dem Vorstand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben rief interessierte Investoren und Projektentwickler dazu auf, jetzt gegenüber Bundesanstalt und Stadt Ihre Interessen zu artikulieren, um die nun konkreten Planungen möglichst nah an den Bedürfnissen des Marktes auszurichten.