In vielen Großbetrieben ist die Frage nach der Alterstruktur längst beantwortet. Nur wie rea-giert die Personalentwicklung auf eine immer älter werdende Belegschaft? Konzepte werden dazu reichlich angeboten, aber nur selten umgesetzt. Und wie gehen kleine und mittlere Betriebe (KMUs) mit dem demografischen Wandel um?
Eine Untersuchung der O & P Consult mit dem Erziehungswissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg hat ergeben, dass zwar immerhin 61 Prozent der befragten Manager dem Thema ältere Mitarbeiter höhere Bedeutung zumessen. Trotzdem wisse ein Fünftel der Personalchefs nicht einmal genau, wie sich ihr Personal altersmäßig zusammensetzt. In den KMUs ist die Unwissenheit um die Alterstruktur besonders stark ausgeprägt.
Nicht so bei der Osnabrücker ebm elektro-bau montage GmbH & Co., einem 130 Mitarbeiter starken Handwerksbetrieb aus Osnabrück. „Den entscheidenden Anstoß, mich intensiver mit den Folgen des demografischen Wandels auseinander zu setzen, habe ich auf der letztjährigen Impulsveranstaltung der Wirtschaftsförderung Osnabrück erhalten“, sagt Andreas Ennen, Geschäftsführer der Firma ebm, der damals als Zuhörer teilnahm. Im Rahmen der Impulsveranstaltung für das 2. Projektjahr im Medienzentrum der Neuen Osnabrücker Zeitung am 22.03.2007 machte Ennen in seinem Referat deutlich, dass durchaus auch mittelgroße Betriebe in der Lage sind, Antworten auf die Herausforderung für eine gute Alterstruktur im Unternehmen zu geben. Die Nachwuchskräfte in seinem Betrieb rekrutiert Ennen im Wesentlichen durch die Übernahme von eigenen Auszubildenden, die dem Betrieb lange treu bleiben. Eine geringe Mitarbeiterfluktuation führt aber dazu, dass wenig externes Wissen im Betrieb aufgenommen wird. Deshalb kommt der betrieblichen Weiterbildung eine besondere Bedeutung zu, um auch weiterhin wettbewerbsfähig zu sein.
Ennen unterscheidet bei seinen Mitarbeitern zwischen „Alten Knochen“ und „Jungen Männern“, mit jeweils auf die Altersgruppen abgestimmten Personalentwicklungsmethoden. Die „Alten Knochen“ werden in EDV-Anwendungen behutsam eingeführt, mit kaufmännischem Denken über das Erfahrungswissen hinaus vertraut gemacht und es wird Ihnen ein Führungsstil vermittelt, mit dem „Überholt werden“ der jungen Kolleginnen und Kollegen umgehen zu können. Schwerpunkte der Ausbildung der „Neuen Männer“ liegen im Bereich Führung und BWL. Dieser Gruppe ist eine Perspektive für ein weiteres berufliches Fortkommen zu vermitteln. Die Firma ebm demonstriert eindrucksvoll, dass „Alte Knochen“ längst noch nicht zum Alten Eisen gehören, wenn lebenslanges Lernen im Betrieb gelebt wird
„Qualifizierung älter werdender Mitarbeiter“ und das „Gesundheitsmanagement im Betrieb“ sind Schwerpunkte der zukünftigen Tätigkeit der Facharbeitsgruppen, in denen Personalverantwortliche von Osnabrücker Unternehmen vertreten sind, die einen praxisbezogenen Austausch wünschen und an der Umsetzung im eigenen Betrieb arbeiten. Die acharbeitsgruppen werden von Torsten Wächte, Personalleiter der Firma Egerland Automobillogistik (Qualifizierung älte werdender Mitrbeitr) und Gerald Beckemeyer, Personalleiter der Schüchtermann-Schiller'schn Kliniken Bad Rothefelde (Gesundheitsmanagement) geleitet.
Einen Erfahrungsbericht zu einem ähnlichen Projekt in Wilhelmhaven (arbeitmarkt50.de) gaben auf der Impulsveranstaltung Ruth Link und Sandra Neumann. Trotz der demografisch ungünstigeren Bedingunen in Wilhelmshaven - es handelt sich um eine shrumpfende Stadt - gibt es iele Parallelen in der Vorgehensweise.

Alte Knochen gehören nicht zum Alten Eisen
Alte Knochen gehören nicht zum Alten Eisen
In vielen Großbetrieben ist die Frage nach der Alterstruktur längst beantwortet. Nur wie rea-giert die Personalentwicklung auf eine immer älter werdende Belegschaft? Konzepte werden dazu reichlich angeboten, aber nur selten umgesetzt. Und wie gehen kleine und mittlere Betriebe (KMUs) mit dem demografischen Wandel um?
Eine Untersuchung der O & P Consult mit dem Erziehungswissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg hat ergeben, dass zwar immerhin 61 Prozent der befragten Manager dem Thema ältere Mitarbeiter höhere Bedeutung zumessen. Trotzdem wisse ein Fünftel der Personalchefs nicht einmal genau, wie sich ihr Personal altersmäßig zusammensetzt. In den KMUs ist die Unwissenheit um die Alterstruktur besonders stark ausgeprägt.
Nicht so bei der Osnabrücker ebm elektro-bau montage GmbH & Co., einem 130 Mitarbeiter starken Handwerksbetrieb aus Osnabrück. „Den entscheidenden Anstoß, mich intensiver mit den Folgen des demografischen Wandels auseinander zu setzen, habe ich auf der letztjährigen Impulsveranstaltung der Wirtschaftsförderung Osnabrück erhalten“, sagt Andreas Ennen, Geschäftsführer der Firma ebm, der damals als Zuhörer teilnahm. Im Rahmen der Impulsveranstaltung für das 2. Projektjahr im Medienzentrum der Neuen Osnabrücker Zeitung am 22.03.2007 machte Ennen in seinem Referat deutlich, dass durchaus auch mittelgroße Betriebe in der Lage sind, Antworten auf die Herausforderung für eine gute Alterstruktur im Unternehmen zu geben. Die Nachwuchskräfte in seinem Betrieb rekrutiert Ennen im Wesentlichen durch die Übernahme von eigenen Auszubildenden, die dem Betrieb lange treu bleiben. Eine geringe Mitarbeiterfluktuation führt aber dazu, dass wenig externes Wissen im Betrieb aufgenommen wird. Deshalb kommt der betrieblichen Weiterbildung eine besondere Bedeutung zu, um auch weiterhin wettbewerbsfähig zu sein.
Ennen unterscheidet bei seinen Mitarbeitern zwischen „Alten Knochen“ und „Jungen Männern“, mit jeweils auf die Altersgruppen abgestimmten Personalentwicklungsmethoden. Die „Alten Knochen“ werden in EDV-Anwendungen behutsam eingeführt, mit kaufmännischem Denken über das Erfahrungswissen hinaus vertraut gemacht und es wird Ihnen ein Führungsstil vermittelt, mit dem „Überholt werden“ der jungen Kolleginnen und Kollegen umgehen zu können. Schwerpunkte der Ausbildung der „Neuen Männer“ liegen im Bereich Führung und BWL. Dieser Gruppe ist eine Perspektive für ein weiteres berufliches Fortkommen zu vermitteln. Die Firma ebm demonstriert eindrucksvoll, dass „Alte Knochen“ längst noch nicht zum Alten Eisen gehören, wenn lebenslanges Lernen im Betrieb gelebt wird
„Qualifizierung älter werdender Mitarbeiter“ und das „Gesundheitsmanagement im Betrieb“ sind Schwerpunkte der zukünftigen Tätigkeit der Facharbeitsgruppen, in denen Personalverantwortliche von Osnabrücker Unternehmen vertreten sind, die einen praxisbezogenen Austausch wünschen und an der Umsetzung im eigenen Betrieb arbeiten. Die acharbeitsgruppen werden von Torsten Wächte, Personalleiter der Firma Egerland Automobillogistik (Qualifizierung älte werdender Mitrbeitr) und Gerald Beckemeyer, Personalleiter der Schüchtermann-Schiller'schn Kliniken Bad Rothefelde (Gesundheitsmanagement) geleitet.
Einen Erfahrungsbericht zu einem ähnlichen Projekt in Wilhelmhaven (arbeitmarkt50.de) gaben auf der Impulsveranstaltung Ruth Link und Sandra Neumann. Trotz der demografisch ungünstigeren Bedingunen in Wilhelmshaven - es handelt sich um eine shrumpfende Stadt - gibt es iele Parallelen in der Vorgehensweise.