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Die Alten müssen noch ran

Osnabrück hin

Ein schöner Traum für viele Arbeitnehmer: Spätestens mit 55 langsam das Arbeitsleben ausklingen. lassen. und auf den Ruhestand vorbereiten. Das bleibt ein Traum.

Denn der demografische Wandel wirkt sich unmittelbar auf die Arbeitswelt und die Betriebe aus. Wie und mit welchen Folgen - das haben viele Unternehmer und Arbeitnehmer bislang nicht bedacht. Deshalb startet die Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) in Zusammenarbeit mit dem Personalberater Ulrich Thoben ein zweijähriges Projekt: „Demografischer Wandel - Auswirkungen auf die Personalentwicklung in Osnabrücker Unternehmen.“ Der Startschuss fällt am kommenden Montag in einer so genannten Impulsveranstaltung.

Ulrich Thoben, ehemaliger Personalchef von Schoeller, will vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen auf das wachsende Problem aufmerksam machen. Es müsse das Ziel eines jeden Unternehmers sein, eine „ungünstige Altersstruktur“ in der Belegschaft zu vermeiden. Ungünstig wäre zum Beispiel, wenn eine Altersgruppe zu stark vertreten wäre.

Thoben erklärt: Wenn die Belegschaft fast ausschließlich aus 35- bis 50-Jährigen besteht und der Mangel an jungen Fachkräften sich weiter verschärft (was zu erwarten ist), steuert das Unternehmen in einem Jahrzehnt auf eine personelle Krise zu: Ein großer Teil der Mitarbeiter biegt dann gleichzeitig auf den Ruhestand ein, während von unten zu wenig nachwächst.

Wie kann ein Unternehmer vorsorgen? Thoben nennt drei „Handlungsfelder“: Qualifizierung der Mitarbeiter, Gesundheitsvorsorge, Mitarbeiterbindung.

„Qualifizierung heißt nichts anderes als lebenslanges Lernen“, sagt Thoben. Schulung und Fortbildung seien aber fast ausschließlich Sache junger Mitarbeiter: „Altere Arbeitnehmer sieht man da selten“ Sie müssten eine höhere Lernmotivation entwickeln und bereit sein, sich auch außerhalb der Arbeitszeit und auf eigene Kosten weiterzubilden - etwa in technischen Fragen und im Umgang mit Computern. Ralf Kreye, Prokurist der WFO, sieht einen „sich verstärkenden Trend zu wissensbasierten Arbeitsplätzen“. Früher habe ein Mann bei KME nur Rohre geschleppt, heute müsse er dazu auch die Excel-Tabellen führen können, sagt Kreye.

Vertreter von zwölf großen Unternehmen aus Osnabrück werden einen Arbeitskreis bilden, der fünfmal in diesem Jahr zusammentreten will. Ergebnisse und Ideen sollen über eine Informationsplattform (im Internet und in der Zeitung) für alle Interessierten zugänglich gemacht werden.

Das Projekt

Auftakt: Montag, 13. März, 18 Uhr, Medienzentrum der Neuen OZ, Berliner Platz.
Projektleiter und Moderator: Ulrich Thoben.
Zielgruppe: Osnabrücker Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern.
Info und Anmeldung: 0541/33 14 00, Internet: www.wfo.de

Die Alten müssen die Arbeit der Jungen machen (10.03.2006) Die Alten müssen die Arbeit der Jungen machen (10.03.2006)

Die Alten müssen die Arbeit der Jungen machen (10.03.2006)

Die Demografie-Falle schnappt zu

Osnabrück hin

Ein schöner Traum für viele Arbeitnehmer: Spätestens mit 55 langsam das Arbeitsleben ausklingen. lassen. und auf den Ruhestand vorbereiten. Das bleibt ein Traum.

Denn der demografische Wandel wirkt sich unmittelbar auf die Arbeitswelt und die Betriebe aus. Wie und mit welchen Folgen - das haben viele Unternehmer und Arbeitnehmer bislang nicht bedacht. Deshalb startet die Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) in Zusammenarbeit mit dem Personalberater Ulrich Thoben ein zweijähriges Projekt: „Demografischer Wandel - Auswirkungen auf die Personalentwicklung in Osnabrücker Unternehmen.“ Der Startschuss fällt am kommenden Montag in einer so genannten Impulsveranstaltung.

Ulrich Thoben, ehemaliger Personalchef von Schoeller, will vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen auf das wachsende Problem aufmerksam machen. Es müsse das Ziel eines jeden Unternehmers sein, eine „ungünstige Altersstruktur“ in der Belegschaft zu vermeiden. Ungünstig wäre zum Beispiel, wenn eine Altersgruppe zu stark vertreten wäre.

Thoben erklärt: Wenn die Belegschaft fast ausschließlich aus 35- bis 50-Jährigen besteht und der Mangel an jungen Fachkräften sich weiter verschärft (was zu erwarten ist), steuert das Unternehmen in einem Jahrzehnt auf eine personelle Krise zu: Ein großer Teil der Mitarbeiter biegt dann gleichzeitig auf den Ruhestand ein, während von unten zu wenig nachwächst.

Wie kann ein Unternehmer vorsorgen? Thoben nennt drei „Handlungsfelder“: Qualifizierung der Mitarbeiter, Gesundheitsvorsorge, Mitarbeiterbindung.

„Qualifizierung heißt nichts anderes als lebenslanges Lernen“, sagt Thoben. Schulung und Fortbildung seien aber fast ausschließlich Sache junger Mitarbeiter: „Altere Arbeitnehmer sieht man da selten“ Sie müssten eine höhere Lernmotivation entwickeln und bereit sein, sich auch außerhalb der Arbeitszeit und auf eigene Kosten weiterzubilden - etwa in technischen Fragen und im Umgang mit Computern. Ralf Kreye, Prokurist der WFO, sieht einen „sich verstärkenden Trend zu wissensbasierten Arbeitsplätzen“. Früher habe ein Mann bei KME nur Rohre geschleppt, heute müsse er dazu auch die Excel-Tabellen führen können, sagt Kreye.

Vertreter von zwölf großen Unternehmen aus Osnabrück werden einen Arbeitskreis bilden, der fünfmal in diesem Jahr zusammentreten will. Ergebnisse und Ideen sollen über eine Informationsplattform (im Internet und in der Zeitung) für alle Interessierten zugänglich gemacht werden.

Das Projekt

Auftakt: Montag, 13. März, 18 Uhr, Medienzentrum der Neuen OZ, Berliner Platz.
Projektleiter und Moderator: Ulrich Thoben.
Zielgruppe: Osnabrücker Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern.
Info und Anmeldung: 0541/33 14 00, Internet: www.wfo.de