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Alter Fuchs

OSNABRÜCK hin.

Der eine 60-jährige Kollege gilt als alter Fuchs, der andere zählt zum alten Eisen. Was macht den Unterschied? Der Kölner Wirtschaftswissenschaftler Dr. Hans-Peter Klös und der Arbeitsdirektor der Georgsmarienhütte, Dr. Klaus Lang, erwarteten von ihren Zuhörern im Medienzentrum der Neuen OZ keine spontanen Antworten. Dass sie darüber nachdenken, genügte ihnen vorerst.

Es war ja nur die Auftaktveranstaltung eines über zwei Jahre laufenden Projektes der Wirtschaftsförderung Os-nabrück (WFO). Titel: Demografischer Wandel - Auswirkungen auf die Personalentwicklung in Osnabrücker Unternehmen. Ziel ist es, den Unternehmern und Personalchefs eine Informationsbörse zu bieten. Sie soll zeigen, mit welchen Konzepten und Strategien Firmen dem Alterwerden ihrer Belegschaften begegnen.

Fest steht, dass die Gesellschaft altert. Die Zahl qualifizierter Nachwuchskräfte - vor allem der Führungskräfte - wird schon in den kommenden zwei Jahrzehnten spürbar sinken. Vor allem Unternehmen des produzierenden Gewerbes werden nach Einschätzung der Fachleute händeringend junge Leute suchen.

Gleichzeitig verlängert sich die Lebensarbeitszeit. Die Altersteilzeit läuft 2009 aus, Möglichkeiten zur Frühverren-tung werden weiter eingeschränkt. Die Konsequenz: Die über 50-Jährigen werden bald in den meisten Betrieben die größte Gruppe in der Belegschaft stellen. Das heißt auch, dass Unternehmen eines Tages eine „Welle von Blockverrentung“ ins Haus steht, wie Klös erklärte. Die Betriebe müssen den plötzlichen Verlust von Erfahrung und Wissen verkraften. Die Mischung sei wichtig, so Klös, und Unternehmen, die eine gut gemischte Altersstruktur bewahrten, verschafften sich einen Wettbewerbsvorteil.

Die Georgsmarienhütte stellt sich schon auf den demografischen Wandel ein, wie Arbeitsdirektor Klaus Lang erklärt. Selbstverständlich seien eine hohe Ausbildungsquote und ein enger Kontakt zu Schulen und Hochschulen. Das Spektrum der Werkzeuge gehen aber darüber hinaus: die Lernfähigkeit der Beschäftigten erhalten, die Mitarbeiter die hohe Wertschätzung ihrer Arbeit spüren lassen, Mehrarbeit reduzieren, Schichtfolgen arbeitsmedizinischen Erkenntnissen anpassen und ältere Mitarbeiter, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ihre volle Leistung bringen können, angemessen einsetzen. Lang: „Früher haben wir die Leute in Seminaren auf die Rente mit 55 vorbereitet, jetzt brauchen wir Seminare, wie 55-Jährige ihr Arbeitsvermögen weiterentwickeln können.“

Internet: www.wfo.de
Das Projekt

Wir wissen, wie sich die Altersstruktur der Gesellschaft verändern wird. Was fehlt, sind schlüssige Konzepte für die Umsetzung in den Unternehmen, Personalberater Ulrich Thoben hat im Auftrag der Wirtschaftsförderung Osnabrück führende Köpfe von zwölf Unternehmen und Vertreter der Gewerkschaften in einem Arbeitskreis versammelt. In voraussichtlich fünf Arbeitssitzungen sollen Ideen entwickelt, Erfahrungen ausgetauscht und in einer Informationsplattform allen Interessierten zur Verfügung gestellt werden.

Das Projekt wird vom Verein für Wirtschaftsförderung finanziert und ist auf mindestens ein Jahr angelegt.

Besser ein alter Fuchs als altes Eisen (15.03.2006) Besser ein alter Fuchs als altes Eisen (15.03.2006)

Besser ein alter Fuchs als altes Eisen (15.03.2006)

Demografie und Personalplanung: Wirtschaftsförderung will Unternehmern Denkanstöße geben

OSNABRÜCK hin.

Der eine 60-jährige Kollege gilt als alter Fuchs, der andere zählt zum alten Eisen. Was macht den Unterschied? Der Kölner Wirtschaftswissenschaftler Dr. Hans-Peter Klös und der Arbeitsdirektor der Georgsmarienhütte, Dr. Klaus Lang, erwarteten von ihren Zuhörern im Medienzentrum der Neuen OZ keine spontanen Antworten. Dass sie darüber nachdenken, genügte ihnen vorerst.

Es war ja nur die Auftaktveranstaltung eines über zwei Jahre laufenden Projektes der Wirtschaftsförderung Os-nabrück (WFO). Titel: Demografischer Wandel - Auswirkungen auf die Personalentwicklung in Osnabrücker Unternehmen. Ziel ist es, den Unternehmern und Personalchefs eine Informationsbörse zu bieten. Sie soll zeigen, mit welchen Konzepten und Strategien Firmen dem Alterwerden ihrer Belegschaften begegnen.

Fest steht, dass die Gesellschaft altert. Die Zahl qualifizierter Nachwuchskräfte - vor allem der Führungskräfte - wird schon in den kommenden zwei Jahrzehnten spürbar sinken. Vor allem Unternehmen des produzierenden Gewerbes werden nach Einschätzung der Fachleute händeringend junge Leute suchen.

Gleichzeitig verlängert sich die Lebensarbeitszeit. Die Altersteilzeit läuft 2009 aus, Möglichkeiten zur Frühverren-tung werden weiter eingeschränkt. Die Konsequenz: Die über 50-Jährigen werden bald in den meisten Betrieben die größte Gruppe in der Belegschaft stellen. Das heißt auch, dass Unternehmen eines Tages eine „Welle von Blockverrentung“ ins Haus steht, wie Klös erklärte. Die Betriebe müssen den plötzlichen Verlust von Erfahrung und Wissen verkraften. Die Mischung sei wichtig, so Klös, und Unternehmen, die eine gut gemischte Altersstruktur bewahrten, verschafften sich einen Wettbewerbsvorteil.

Die Georgsmarienhütte stellt sich schon auf den demografischen Wandel ein, wie Arbeitsdirektor Klaus Lang erklärt. Selbstverständlich seien eine hohe Ausbildungsquote und ein enger Kontakt zu Schulen und Hochschulen. Das Spektrum der Werkzeuge gehen aber darüber hinaus: die Lernfähigkeit der Beschäftigten erhalten, die Mitarbeiter die hohe Wertschätzung ihrer Arbeit spüren lassen, Mehrarbeit reduzieren, Schichtfolgen arbeitsmedizinischen Erkenntnissen anpassen und ältere Mitarbeiter, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ihre volle Leistung bringen können, angemessen einsetzen. Lang: „Früher haben wir die Leute in Seminaren auf die Rente mit 55 vorbereitet, jetzt brauchen wir Seminare, wie 55-Jährige ihr Arbeitsvermögen weiterentwickeln können.“

Internet: www.wfo.de
Das Projekt

Wir wissen, wie sich die Altersstruktur der Gesellschaft verändern wird. Was fehlt, sind schlüssige Konzepte für die Umsetzung in den Unternehmen, Personalberater Ulrich Thoben hat im Auftrag der Wirtschaftsförderung Osnabrück führende Köpfe von zwölf Unternehmen und Vertreter der Gewerkschaften in einem Arbeitskreis versammelt. In voraussichtlich fünf Arbeitssitzungen sollen Ideen entwickelt, Erfahrungen ausgetauscht und in einer Informationsplattform allen Interessierten zur Verfügung gestellt werden.

Das Projekt wird vom Verein für Wirtschaftsförderung finanziert und ist auf mindestens ein Jahr angelegt.